Berufsbildung Schweiz

Zur Berufsbildung gehören die berufliche Grundbildung, die höhere Berufsbildung sowie die berufsorientierte Weiterbildung. Das Schweizer Berufsbildungssystem mit seiner dualen Ausrichtung auf der Sekundarstufe II und einer breiten höheren Berufsbildung auf der Tertiärstufe ausserhalb der Hochschule unterscheidet sich von anderen europäischen Berufsbildungssystemen. Es zeichnet sich aus durch eine hohe Durchlässigkeit und bietet ein breites Spektrum an Aus- und Weiterbildungen. Kennzeichnend für die Schweiz ist die enge Zusammenarbeit von Bund, Kantonen und den Organisationen der Arbeitswelt. Die Wirtschaft beteiligt sich, indem sie Bildungsinhalte und -ziele definiert und den Nachwuchs ausbildet.

Gestützt auf die revidierte Bundesverfassung vom 18. April 1999 (Art. 63 BV) wurde dem Bund die gesetzliche Regelung der gesamten Berufsbildung übertragen. Mit dem Bundesgesetz über die Berufsbildung (Berufsbildungsgesetz, BBG) vom 13. Dezember 2002 sind sämtliche Berufe ausserhalb der Hochschulen einem einheitlichen System unterstellt worden. Das Berufsbildungsgesetz ist am 1. Januar 2004 in Kraft getreten und hat die in anderen Bundeserlassen geregelten Berufe der Land- und Forstwirtschaft sowie die vorher kantonal bzw. interkantonal geregelten Berufsbereiche Gesundheit, Soziales und Kunst unter Bundeskompetenz aufgenommen. Dadurch wird Einheitlichkeit bezüglich der Rahmenbedingungen wie gesetzliche Grundlagen, Abschlüsse, Anerkennungsverfahren, Rahmenlehrpläne etc. garantiert.

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Letzte Aktualisierung dieser Seite: 04.10.2016

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