Bildungsausgaben

Die öffentlichen Bildungsausgaben belaufen sich im Jahr 2010 auf CHF 30 Milliarden. Die Kantone mit ihren Gemeinden tragen mit rund CHF 28,6 Milliarden den Hauptteil der öffentlichen Bildungsausgaben, der Bund finanziert CHF 1,4 Milliarden.

  • Obligatorische Schule (CHF 15,7 Milliarden)
    Etwas mehr als die Hälfte der öffentlichen Bildungsausgaben fallen in den Bereich der obligatorischen Schule (inkl. Kindergarten und Schulen mit besonderem Lehrplan). Die Finanzierung übernehmen die Kantone mit ihren Gemeinden.

  • Gymnasiale Maturitätsschulen, Fachmittelschulen (CHF 2,4 Milliarden)
    Die Finanzierung der allgemeinbildenden Schulen auf der Sekundarstufe II liegt bei den Kantonen und ihren Gemeinden.

  • Berufsbildung (berufliche Grundbildung: CHF 3,6 Milliarden; höhere Berufsbildung: CHF 215,2 Millionen)
    Die Kantone übernehmen in der Berufsbildung den Hauptteil der öffentlichen Bildungsausgaben. Der Bund erhöht aufgrund des neuen Bundesgesetzes über die Berufsbildung (Berufsbildungsgesetz) seinen Anteil an der Berufsbildung auf einen Viertel der Aufwendungen der öffentlichen Hand für die Berufsbildung. Neben der öffentlichen Finanzierung tragen Organisationen der Arbeitswelt (Oda) zur Finanzierung der Berufsbildung bei.

    Die eidgenössischen Berufs- und höheren Fachprüfungen sowie die berufsorientierte Weiterbildung werden zu einem wesentlichen Teil durch die Studierenden und deren Arbeitgebern getragen.

  • Hochschulen (CHF 7,4 Milliarden)
    Die Kantone tragen für die kantonalen Universitäten und für die Fachhochschulen den Hauptteil der öffentlichen Bildungsausgaben, der Bund leistet finanzielle Beiträge. Die Pädagogischen Hochschulen werden durch die Kantone finanziert. Die Finanzierung der zwei Eidgenössischen Technischen Hochschulen (ETH) liegt beim Bund. Ausserdem unterstützt der Bund die Hochschulen über so genannte Zweitmittel, welche kompetitiv für Forschungsprojekte vergeben werden.

    Zusätzlich zur öffentliche Finanzierung durch Kantone und Bund, beteiligen sich Private (u.a. durch Studiengebühren, Forschungsmandate, Erträgen aus der Weiterbildung, Stiftungen) an der Finanzierung der Hochschulen.

Daten BFS (2010)

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Letzte Aktualisierung dieser Seite: 15.07.2014

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