Brückenangebote

Das Bundesgesetz über die Berufsbildung (Berufsbildungsgesetz, BBG) sieht vor, dass die Kantone Massnahmen ergreifen, um Jugendliche mit individuellen Bildungsdefiziten am Ende der obligatorischen Schulzeit auf die berufliche Grundbildung vorzubereiten. Für Jugendliche, die nach Abschluss der Sekundarstufe I nicht direkt in eine berufliche Grundbildung oder in eine weiterführende Schule der Sekundarstufe II eintreten können, stehen Brückenangebote als Übergangslösungen zur Verfügung.

Jugendliche sollen durch die Brückenangebote in ihrer Berufsfindung und ihrer Integration in die Arbeitswelt unterstützt und auf den Einstieg in die Berufsbildung oder in allgemeinbildende Schulen der Sekundarstufe II vorbereitet werden. Dabei werden Schlüsselqualifikationen gefördert und individuelle Lücken aufgearbeitet. Brückenangebote sind freiwillig und je nachdem kostenpflichtig. Sie kennen spezifische Aufnahmeverfahren. Sie dauern in der Regel bis zu einem Jahr.

Es gibt verschiedene Modelle von Brückenangeboten, u.a.:

  • schulische Angebote: Vermittlung von Allgemeinbildung ohne Praxisanteil

  • Integrations-Brückenangebote: Unterricht für fremdsprachige Jugendliche mit besonderer Gewichtung auf dem Erwerb der Landessprache sowie auf die Integration in das gesellschaftliche Leben, teilweise mit Praktika

  • Vorlehren: praktische Tätigkeit in einem Betrieb kombiniert mit einem schulischen Teil

  • Vorkurse als Vorbildung für eine bestimmte Ausbildung, wie bspw. Vorkurs für gestalterische Ausbildungen

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Letzte Aktualisierung dieser Seite: 17.08.2015

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