Qualitätsentwicklung und -sicherung im Bildungsbereich

Qualitätsentwicklung und -sicherung im Bildungsbereich zielen darauf, die Qualität der Bildung zu erfassen sowie zielorientiert und kontinuierlich zu verbessern. Instrumente und Massnahmen der Qualitätsentwicklung und -sicherung können an verschiedenen Ebenen des Bildungssystems einsetzen:

Systemebene
Auf der Systemebene betreffen diese das Bildungssystem. Dazu zählen u.a. das Bildungsmonitoring Schweiz, die Teilnahme an internationalen Vergleichsstudien oder an Länderexamen (PISA, Examen der OECD), die Überprüfung der nationalen Bildungsstandards oder kantonale Bildungsmonitorings. Zudem sind die Anerkennung und Akkreditierung von Bildungseinrichtungen und Studiengängen sowie interkantonale oder gesamtschweizerische Lehrpläne und Rahmenlehrpläne bewährte Mittel zur Qualitätssicherung.

Institutionelle Ebene
Auf der institutionellen Ebene können Schulen aller Stufen oder Lehrbetriebe Qualitätssicherungskonzepte festlegen oder Qualitätssicherungsmassnahmen durchführen. Zu solchen Massnahmen zählen bspw. Qualitätssicherungsstellen an Hochschulen, die Beurteilung der Bildungsqualität in Lehrbetrieben anhand von definierten Qualitätsstandards (QualiCarte) oder Standortbestimmungen von Einzelschulen anhand von Selbst- oder Fremdevaluationen.

Individuelle Ebene
Auf der individuellen Ebene erhalten Lehrpersonen Rückmeldungen zu ihrem Unterricht von Schülerinnen und Schülern, deren Eltern oder von Schulleitungen oder der Aufsichtsbehörde. Schülerinnen und Schüler werden durch Lehrpersonen beurteilt oder erhalten anhand von Selbstbeurteilungstests eine individuelle Standortbestimmung.
Auf allen Ebenen gelten vergleichbare Mechanismen: Analysieren (Ist-Zustand) > Ziele setzen (Soll-Zustand) > Massnahmen ergreifen > Analysieren etc.

Bildungsmonitoring Schweiz

Bund und Kantone haben gemäss Bundesverfassung (Art. 61a BV) den Auftrag, für eine hohe Qualität des Bildungswesens zu sorgen. In diesem Rahmen haben sie gemeinsam ein nationales Bildungsmonitoring aufgebaut. Das Bildungsmonitoring stellt Grundlagen für die Beobachtung und Weiterentwicklung des schweizerischen Bildungssystems bereit. Wichtiges Instrument ist der Bildungsbericht. Dieser umfasst Daten und Informationen aus Statistik, Forschung und Verwaltung zum Bildungswesen und zu den Bildungsstufen. Er erscheint alle vier Jahre. Die Befunde des Bildungsberichts sollen Bildungsverwaltung und Bildungspolitik bei der Entscheidungsfindung unterstützten. So haben Bund und Kantone mit der "Erklärung 2011" gemeinsame bildungspolitische Ziele für den Bildungsraum Schweiz festgelegt. Aus diesen Zielen leiten Bund und Kantone Massnahmen für ihren jeweiligen Zuständigkeitsbereich ab. Die Erreichung dieser Ziele und die Wirksamkeit der getroffenen Massnahmen werden im nächsten Bildungsbericht überprüft.

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Letzte Aktualisierung dieser Seite: 16.08.2017

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