Berufsabschluss für Erwachsene

Das Bundesgesetz über die Berufsbildung (Berufsbildungsgesetz, BBG) stellt sicher, dass ein eidgenössisch anerkannter Abschluss auf verschiedenen Bildungswegen erreicht werden kann.

Zurzeit stehen Erwachsenen ohne Berufsabschluss vier etablierte Wege offen, um den angestrebten Berufsabschluss zu erlangen. Zwei Wege setzen keinen Lehrvertrag voraus, zwei Wege bedingen einen Lehrvertrag mit einem Lehrbetrieb.

  1. Direkte Zulassung zur Abschlussprüfung:

    Erwachsene, die über fünf Jahre Berufserfahrung verfügen (einen Teil davon im angestrebten Beruf), können sich individuell auf das Qualifikationsverfahren (Lehrabschlussprüfung) vorbereiten.

  2. Validierung von Bildungsleistungen:

    Erwachsene mit fünf Jahren Berufserfahrung (ein Teil davon im angestrebten Beruf), können in gewissen Berufen anhand eines Dossiers nachweisen, dass sie über alle verlangten Kompetenzen verfügen. Das Dossier wird von einem Expertenteam geprüft.

  3. Verkürzte berufliche Grundbildung:

    Erwachsene mit mehrjähriger Berufserfahrung oder einem anerkannten Berufsabschluss (Erstberuf) können die berufliche Grundbildung um 1 bis 2 Jahre verkürzen (je nach Vorbildung). Sie schliessen dazu mit einem Lehrbetrieb einen Lehrvertrag ab. Die Ausbildung endet mit dem Qualifikationsverfahren (Lehrabschlussprüfung).

  4. Reguläre berufliche Grundbildung:

    Erwachsene können eine reguläre berufliche Grundbildung absolvieren. Sie schliessen dazu mit einem Lehrbetrieb einen Lehrvertrag ab. Je nach Beruf dauert die Ausbildung zwei, drei oder vier Jahre. Die Ausbildung endet mit dem Qualifikationsverfahren (Lehrabschlussprüfung).

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Letzte Aktualisierung dieser Seite: 20.02.2018

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