Bologna-Prozess

Der Bologna-Prozess ist ein umfassender Prozess der Erneuerung der Hochschulbildung. Er zielt darauf, einen europäischen Hochschulraum aufzubauen sowie die Wettbewerbsfähigkeit Europas als Bildungsstandort zu stärken. Der Prozess wurde 1999 mit folgenden Zielen lanciert:

  • Schaffung eines Systems leicht verständlicher und vergleichbarer Abschlüsse

  • Schaffung eines zweistufigen Studiensystems (Bachelor/Master)

  • Einführung eines Credit-Systems (ECTS)

  • Förderung der Mobilität und Beseitigung von Hindernissen für die Freizügigkeit

  • Förderung der europäischen Zusammenarbeit in der Qualitätssicherung und Evaluation

  • Förderung der europäischen Dimension im Hochschulbereich.

Die Schweiz hat die Bologna-Deklaration 1999 unterschrieben. Dies führte an allen Schweizer Hochschulen (Universitäten, ETH, Fachhochschulen, Pädagogische Hochschulen) zu einer umfassenden Erneuerung von Strukturen und Inhalten ihrer Studiengänge. U.a. wurden die einstufigen Grundausbildungen an den Hochschulen in ein zweistufiges System mit Bachelor- und Masterabschluss überführt.


Im Rahmen des Bologna-Prozesses ist ein nationaler Qualifikationsrahmen für den schweizerischen Hochschulbereich verabschiedet worden. Er beschreibt und definiert die Stufen der Hochschulbildung in der Schweiz unter anderem anhand der Zulassungsbedingungen und der Abschlüsse. Der Qualifikationsrahmen soll den Hochschulen zur Orientierung bei der Ausgestaltung und Beschreibung ihrer Studiengänge und Studienprogramme dienen. Zudem soll die Information über das schweizerische Hochschulsystem, insbesondere hinsichtlich der Lehre verbessert werden. Weiter wird die Vergleichbarkeit der Abschlüsse in Europa erleichtert und die Transparenz gefördert.

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Letzte Aktualisierung dieser Seite: 27.08.2018

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